Kapitel 3 - Die "ersten" 50 Jahre

50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Wörth

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wörth - siehe Niederschrift -

 

1956

Zwei Monate nach Gründung werden vier Kameraden zu Lehrgängen an die Landesfeuerwehrschule gemeldet.

 

1957

In diesem Jahr ist ein Neuzugang zu vermelden, so dass sich die Zahl der Mitglieder auf 35 erhöht. Bereits zwei Jahre nach Gründung der Wehr findet in Wörth die Wettkampf-Ausscheidung der Gruppe Süd statt.

 

1958

Wehrführer Hugo Pfirrmann bat die Gemeindeverwaltung, die beiden Trag-kraftspritzenanhänger (TSA) polizeilich zuzulassen, damit diese an die im Ort vorhandenen Zugmaschinen angehängt werden können. Die Funktion des Gerätewartes wird von Walter Hoock übernommen.

In der Versammlung wird beschlossen, wer bei Übungen unentschuldigt fehlt, muss 1,- DM Strafe bezahlen. Bei dreimaligem unentschuldigtem Fehlen erfolgt der Ausschluss aus der Feuerwehr.

 

1959

Der bisherige Schriftführer und Kassenwart Hans Kauter bittet in der Mit-gliederversammlung um Entlassung aus seinem Amt aus privaten und beruflichen Gründen. Als Nachfolger wird Klaus Schmuck gewählt.

 

1960

Es werden zwei Kameraden zum Gruppenführerlehrgang und der Kommandant zum Kommandantenlehrgang an der Landesfeuerwehrschule angemeldet.

Im Oktober wird der erste Kameradschaftsabend im Saale des Gasthauses „Zum Rössel" abgehalten.

Mit der Jahreshauptversammlung sind die fünf Jahre freiwillige Verpflichtung abgelaufen. 29 Feuerwehrmänner verpflichten sich für weitere fünf Jahre. Wehrführer Hugo Pfirrmann wird wieder für weitere fünf Jahre gewählt.

 

1961

Der seitherige stellvertretende Wehrführer Ludwig Kuhn tritt zurück. Für ihn wird der bei der Gemeindeverwaltung beschäftigte Alois Wöschler gewählt.

 

1962

Im Dezember ist die Wehr zwei Tage und Nächte im Brandeinsatz beim Hofgut Ludwigsau.

Mit der wachsenden Anforderung an die Feuerwehr durch den Beginn der Industrialisierung in Wörth wird eine bessere Ausrüstung notwendig. Aus diesem Grund wird bei der Firma Carl Metz in Karlsruhe ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16) bestellt, das am 21. Dezember an die Feuerwehr übergeben wird.

Die Neuanschaffung macht eine Sitzung des Ausschusses notwendig. Hauptpunkt der Sitzung, die in der Wohnung von Felix Pfirrmann abgehalten wird, ist die Aufstellung von drei Löschgruppen, um eine hundert prozentige Sicherheit bei der Bedienung des TLF zu erreichen.

 

TLF16, TSF, TSA, P250
TLF16, TSF, TSA, P250

1963

Im Januar hat das neue Tanklöschfahrzeug seinen ersten Einsatz. Nacheinem strengen Winter wird in den Gemeinden Minderslachen und Höfen die Wasserleitung beschädigt. Daraufhin versorgt die Freiwillige Feuerwehr Wörth in der Zeit vom 21. bis 24. Januar mit dem TLF 16 die Einwohnerschaft mit Trinkwasser. Im gleichen Jahr übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Wörth die Einhebung der Strandgebühren für den Strandplatz „Malergarten" am Rathjens.

Anfang Dezember bestellt die Gemeindeverwaltung ein Tragkraft- spritzenfahrzeug (TSF-FK 1250) und eine Tragkraftspritze (TS 8/8) bei der Firma Carl Metz in Karlsruhe.

 

1964

In der Jahreshauptversammlung wird darüber diskutiert, die Feuerwehr personell größer aufzubauen. Man dachte hierbei insbesondere an den Nachwuchs. Die Versammlung ist sich einig, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Im Januar werden das 1963 bestellte Tragkraftspritzenfahrzeug und die Trag-kraftspritze an die Feuerwehr übergeben. Im selben Jahr wird noch ein Anhänger mit 250 kg Löschpulver angeschafft.

 

1965

Es wird zur Gründung einer Jugendfeuerwehr aufgerufen. Worauf sich 22 Jugendliche im Alter von 12 bis 13 Jahren melden. Die Ausbildung übernimmt der stellvertretende Wehrführer Alois Wöschler. Der damalige Oberbrandmeister und spätere Kreisbrandinspekteur Günter Kadel von der Daimler-Benz AG erklärt sich bereit, bei der Ausbildung der Jugendfeuerwehr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. In der Jahreshauptversammlung wird beschlossen, im nächsten Jahr ein Feuerwehrfest abzuhalten um sich der Bevölkerung zu präsentieren und Werbung für die Jugendfeuerwehr zu machen.

Als Anlass nimmt man den Fund einer Rechnung, wonach bereits 1816 Feuerwehrgerätschaft von der Gemeinde Wörth gekauft wurde.

Bei der Standartenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Jockgrim am 11. Juni übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Wörth die Patenschaft. Der stellvertretende Wehrführer Alois Wöschler überreicht dem Wehrführer von Jockgrim, Wilhelm Guttenbacher, eine Fahnenschleife mit Widmung.

 

Die Wehr beim 150-jährigen Jubiläum
Die Wehr beim 150-jährigen Jubiläum

1966

Vom 25. bis 27. Juni wird das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr Wörth am Rhein gefeiert. Das Fest ist verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Germersheim. Das Jubiläum verursachte einige Unruhen in der örtlichen Presse, da vor allem die Freiwillige Feuerwehr Durlach den Anspruch erhebt, eine der ältesten Freiwilligen Feuerwehren Deutschlands zu sein. Erst nachdem klargestellt wird, dass es sich bei dem Jubiläum nicht um das Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr, sondern um das 150-jährige Bestehen einer Feuerwehr in Wörth handelt, kehrte Ruhe ein.

In der Jahreshauptversammlung wird Hugo Pfirrmann für weitere fünf Jahre zum Kommandanten gewählt. Stellvertreter wird Alois Wöschler. Zum Schriftführer und Kassierer wird Erwin Pfirrmann, Walter Pitrov zum Fahrzeugwart und Walter Hoock zum Gerätewart gewählt. Als Beisitzer werden Werner Kreitmann, Gerhard Pfirrmann und Eugen Schmuck gewählt.

 

1967

Die Gemeinde entschließt sich, beim Bau der Schulturnhalle an der Damm-schule, den unteren Hallenbereich als Feuerwehrgerätehaus zu nutzen, da mittlerweile die Unterstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge und Geräte nicht mehr ausreichen. Damit konnten nun die Gerätschaften der Vorschrift ent-sprechend untergebracht werden. Zudem gewährten die beheizbaren Räume auch im Winter die Einsatzbereitschaft.

Im selben Jahr werden ein Schlauchanhänger und ein Schaum-Wasserwerfer angeschafft.

 

1968

In der Jahreshauptversammlung wird beschlossen, wer mindestens fünf Jahre aktiv bei der Feuerwehr war, kann auf Wunsch als passives Mitglied bei der Feuerwehr weitergeführt werden. Weiterhin steht die Gründung eines Feuerwehrvereins zur Diskussion. Dies wird jedoch von der Versammlung abgelehnt.

 

RW 2
RW 2
DLK 30
DLK 30

1969

Die Anforderungen an die Feuerwehr wurden immer größer, so dass eine vielseitigere und stärkere Wehr erforderlich war. Aus diesem Grund werden ein VW-Mannschaftstransporter (MTF), ein Rüstwagen (RW2) und eine Drehleiter (DLK 30) der Wehr übergeben. Der Rüstwagen wird mit speziellen Geräten zur Ölwehr bestückt und galt als Prototyp seiner Art, mit dem die Freiwillige Feuerwehr Wörth als erste Wehr in Rheinland-Pfalz ausgerüstet wurde. Die Drehleiter wurde nach dem Bau mehrgeschossiger Wohngebäude sowie den beiden Hochhäusern notwendig.

In der Jahreshauptversammlung am 30. August legt Hugo Heinrich Pfirrmann aus gesundheitlichen Gründen sein Ehrenamt als Wehrführer nieder. Bei der anschließenden Neuwahl werden Alois Wöschler als Wehrführer und Ludwig Kuhn als Stellvertreter vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt. Der bisherige Wehrführer Hugo Pfirrmann wurde zum Ehren-kommandanten gewählt.

In der Nacht vom 9. zum 10. September rückt die Wehr zu einem Großbrand im US-Depot Germersheim aus. Eine 13.000 Quadratmeter große Doppel-halle, in der u. a. Motorenöl gelagert wurde, stand in Flammen.

 

1970

Das Land Rheinland-Pfalz übergibt der Feuerwehr Wörth ein Rettungsboot mit Hänger. Zusätzlich erhält die Feuerwehr eine Tragkraftspritze (TS4/5).

 

1971

Alois Wöschler bittet in der Jahreshauptversammlung den damaligen Bürgermeister, Karl Stöffler, sich Gedanken über einen geeigneten Standort für ein neues Gerätehaus zu machen.

 

1972

Im August wird ein „Tag der offenen Tür" veranstaltet. Außer den Geräten und Vorführungen findet auch ein Wasserballturnier der Feuerwehren aus Maximiliansau, Hagenbach und Wörth großen Anklang bei der Bevölkerung.

Bei der von der Landesregierung angeordneten Inspektion äußerte sich der Geräteprüfer Olle von der Landesfeuerwehrschule gegenüber der Presse „Eine so disziplinierte Mannschaft im Besitze solch moderner Gerätschaften mag einfach jeder Situation gerecht werden."

 

Feuerwehrkapelle 1973
Feuerwehrkapelle 1973

1973

Bei der Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeuges (LF 16) trat zum ersten Mal die neu gegründete Feuerwehrkapelle in der Öffentlichkeit auf. Mangels Interesse wurde jedoch die Weiterführung einer Feuerwehrkapelle wieder eingestellt. Seit der Inbetriebnahme der Fest- und Konzerthalle übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Wörth sämtliche Brandsicherheitswachen.

 

1974

In diesem Jahr werden sieben Meldeempfänger für die Funkalarmierung bestellt.

Nachdem sich im Oktober 1972 Wörth, Maximiliansau, Schaidt und Büchelberg zu einer Verbandsgemeinde zusammenschlossen, wird Alois Wöschler von den Wehrführern der verbandsgemeindeangehörigen Feuerwehren zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde vorgeschlagen und vom Bürgermeister ernannt.

 

1975

Die Notwendigkeit einer vielseitigen Ausrüstung sowie die Ausdehnung Wörths nach Westen fordert, wie schon Alois Wöschler 1971 erwähnte, einen geeigneteren Standort für das Gerätehaus. Dies veranlasste die Verbandsgemeinde Wörth, auf dem alten Handballplatz östlich der Bienwaldsiedlung ein größeres, an zentraler Stelle gelegenes Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Wehrführer Alois Wöschler wird von der Verbandsgemeindeverwaltung aufgefordert, ein Raumprogramm für das neu zu erbauende Feuerwehrgerätehaus aufzustellen.

 

1976

Im Februar wird für die Funkalarmierung die erste Schleife mit zwölf Meldeempfängern in Betrieb genommen.

Im Dezember beschließt der Verbandsgemeinderat, für den Hafen ein Löschboot zu beschaffen.

Zu Beginn des Jahres wird die Wehr mit neuen Ausgehuniformen eingekleidet.

 

Während des Baus des neuen Gerätehauses
Während des Baus des neuen Gerätehauses
Die Urversion unserer FEZ
Die Urversion unserer FEZ
Fahrzeuge nehmen ihre Plätze im neuen Gebäude ein
Fahrzeuge nehmen ihre Plätze im neuen Gebäude ein
Die feierliche Eröffnung des Neubaus
Die feierliche Eröffnung des Neubaus

1977

Am 2. Juli erfolgt die feierliche Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses am damaligen Jahnplatz, heute Ahornstraße, an die Freiwillige Feuerwehr. Es gilt als modernstes Feuerwehrgerätehaus des Landkreises und wurde innerhalb nur eines Jahres fertig gestellt. Es bietet mit seiner 47 m langen Fahrzeughalle, den Lagerräumen im Zwischengebäude und im Keller des Hauptgebäudes ausreichend Platz für Fahrzeuge und Geräte. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes sind sanitäre Anlagen und die Funkzentrale untergebracht und im Obergeschoss ist ein moderner Schulungsraum und Aufenthaltsraum mit Küche vorhanden.

Am 20. Februar besichtigt der Minister des Innern, Herr Kurt Böckmann, das neue Feuerwehrgerätehaus.

Nach sintflutartigen Regenfällen im Mai ist die Wehr mehrere Tage wegen Hochwasser im Einsatz. Der Rheinpegel bei Maxau erreicht die Marke von 8,58m. Die B9 zwischen Wörth und Hagenbach muss für den Verkehr gesperrt werden. In dem Gebiet am Heilbach stehen etliche Keller unter Wasser.

 

1978

Die zweite Schleife mit weiteren zwölf Funkmeldeempfängern wird in Betrieb genommen.

Im Rahmen des Katastrophenschutzes wird ein ABC-Messtrupp aufgestellt. Die technischen Geräte werden vom Land bereit gestellt.

Im Oktober werden das Löschboot und ein Notstromaggregat 63 KVA an die Feuerwehr übergeben.

In der Jahreshauptversammlung lehnt Ludwig Kuhn die Wiederwahl als stellvertretender Wehrführer ab. Zum neuen stellvertretenden Wehrführer wird Berthold Simon, zum neuen Schriftführer wird Peter Semmler gewählt. Erwin Pfirrmann wird als Kassierer für weitere zwei Jahre gewählt.

Mit 117 Einsätzen hat die Wehr in diesem Jahr die höchste Anzahl an Einsätzen seit ihrem Bestehen.

 

1979

Durch die Inbetriebnahme weiterer Funkmeldeempfänger wird der vorläufige Endausbau der Funkalarmierung erreicht.

Im September findet in Wörth im Rahmen der Brandschutzwoche eine Großveranstaltung in Verbindung mit den Wehren der Firma Daimler-Benz und Mobil Oil statt.

Am 6. Juni nimmt eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Wörth am Deutschen Feuerwehrtag in Hannover teil.

 

1980

In dem BrandSchG. vom 27.06.1974 werden u. a. die Zusammensetzung und Aufgaben des Verwaltungsrates, Mitgliedschaft, Versammlungen, Ehrungen, Beförderungen usw. geregelt. Damit hat die Satzung von 1956 der Freiwilligen Feuerwehr Wörth ihre Gültigkeit verloren. Eine neue Satzung wird erarbeitet. Die anstehenden Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung werden nach den neuen Bestimmungen durchgeführt. Der Verwaltungsrat setzt sich nun aus dem Wehrführer, stellvertretenden Wehrführer, den Zugführern, Schriftführer, Kassierer und vier Beisitzern zusammen. Der Schriftführer, Kassierer und die Beisitzer sind alle zwei Jahre von den aktiven Feuerwehrangehörigen zu wählen.

In den neuen Verwaltungsrat werden Peter Semmler als Schriftführer, Erwin Pfirrmann als Kassierer sowie Klaus-Bernd Geißler, Eugen Schmuck, Georg Eck und Kurt Schloß gewählt.

 

1981

Am 27. März wird das Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) an die Freiwillige Feuerwehr Wörth übergeben. Dieses Fahrzeug wurde im Rahmen einer Beschaffungsmaßnahme des Landes Rheinland-Pfalz gekauft und ist über wiegend für Waldbrandeinsätze gedacht.

Das 25-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wörth wird am 13. Juni gefeiert. Die Wehr zeigt sich zu diesem Zeitpunkt als eine schlagkräftige Mannschaft, die auf Grund des ihr zur Verfügung stehenden Geräteparks auch überregional eingesetzt werden kann.

Im August fährt die Freiwillige Feuerwehr Wörth zum Sommernachtsfest nach Eicherloh (Bayern). Damit revanchierte man sich bei den Kameraden aus Eicherloh für ihren Besuch beim 1. Mai-Fest der Feuerwehr Wörth.

 

1982

Bei der Jahresübung im November werden vier neue Fahrzeuge, ein Einsatzleitwagen (ELW 1), ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), ein Mann-schaftstransportfahrzeug (MTF) und ein Transportfahrzeug (MTF-L) an die Wehr übergeben. Bei dem TSF und dem MTF handelt es sich um Ersatz für ausgediente Fahrzeuge.

 

1983

Im Januar muss Alois Wöschler aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Wehrleiter der Stadt Wörth sowie das Amt als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wörth niederlegen. Für seine Verdienste um die Freiwillige Feuerwehr Wörth wird er mit dem goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Zum neuen Wehrleiter der Stadt Wörth und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wörth wird Berthold Simon bestellt. Stellvertreter wird Klaus-Bernd Geißler.

 

1984

Vom 3. bis 5. Februar ist die Wehr in der Nähe der Lautermündung bei Neuburg im Einsatz, um ein festliegendes Schiff, das mit Wasser voll lief, auszupumpen. Das 1962 gekaufte Tanklöschfahrzeug wird im Rahmen einer Ersatzbeschaffung durch ein neues TLF 16/25 ersetzt.

 

1985

Im Juni nehmen die Führungskräfte an einem Treffen der Feuerwehren aus dem Landkreis und Stadtgebiet Karlsruhe teil.

 

1986

Am 3. Mai ist die Wehr im Einsatz beim Großbrand der Sporthalle in Schaidt. Vom 24. bis 25. Mai nimmt die Freiwillige Feuerwehr mit dem Mehrzweckboot am Rheinland-Pfalz-Tag in Worms teil.

 

1987

Am 18. Juli findet erstmalig in Wörth das Geschicklichkeitsfahren, für Einsatz-fahrer der Feuerwehr, des Regionalfeuerwehrverbandes Vorderpfalz statt. Teilnehmer aus Wörth sind die Kameraden Gerhard Biank, Peter Gartner, Thomas Graf, Thomas Pfirrmann, Detlef Suhr in der Klasse A (Kleinfahr-zeuge, TSF), sowie Gerhard Biank, Georg Eck, Gerhard Spicka und Rudi Wöschler in der Klasse B (Großfahrzeuge, TLF). In beidenKlassen belegt Gerhard Biank den 1. Platz.

Großeinsatz auf dem Rhein, nachdem ein Schubverband mit einem Stützpfeiler der Rheinbrücke kollidierte.

 

1988

Im März erhält die Wehr im Rahmen des Katastrophenschutzplans ein Messfahrzeug-Gefahrgut, Mef-G. Im Oktober wird eine DLK 23/12 als Ersatz für die 1969 beschaffte Drehleiter übergeben.

 

1989

Im Juni unterstützt die Wehr mit dem Mehrzweckboot die World Games (Wasserski) im Landeshafen Wörth.

 

1990

Im Rahmen einer Ersatzbeschaffung für den im Jahr 1969 gekauften Rüstwagen (RW 2) wird ein neuer RW 2 übergeben.

 

1991

Tagung der Hersteller von Fahrzeugaufbauten im Feuerwehrhaus in Wörth

 

1995

Vom 8. bis 10. September findet das 30-jährige Jubiläumsfest der Jugend-feuerwehr statt.

Vom 30. Oktober bis 1. November befindet sich die Wehr zusammen mit den Kameraden aus Maximiliansau im Großeinsatz bei einer Bombenentschärfung im Bergfeld. Bei Bauarbeiten wurde eine amerikanische 5-Zenter-Fliegerbombe gefunden und vom Kampfmittelräumdienst entschärft. Die Feuerwehr übernimmt die Evakuierung und Absicherung der Einsatzstelle.

 

1999

Treffen der Führungskräfte mit Feuerwehreinheiten des Stadt- und Land-kreises Karlsruhe in der „Karlsruher Runde"

Als Neubeschaffung wird der Wehr ein Wechselladerfahrzeug, WLF mit Abrollbehälter- Umwelt, -Boot, -Hochwasser und Pritsche-Kran übergeben.

Am 13./14. Oktober findet das Grenzlandtreffen im Feuerwehrhaus Wörth statt. Teilgenommen haben Frankreich, Luxemburg und die angrenzenden Bundesländer. Der bisherige Wehrleiter und Wehrführer Berthold Simon gibt nach seiner Bestellung zum Kreisfeuerwehrinspekteur seine Ämter in der Freiwilligen Feuerwehr Wörth ab. Auch sein bisheriger Stellvertreter Klaus-Bernd Geißler legt sein Amt nieder.

In der Jahreshauptversammlung wird Stefan Kuhn zum Wehrführer und Daniel Fuhrmann zum stellvertretenden Wehrführer vorgeschlagen.

Bei den anschließenden Neuwahlen des Verwaltungsrates stellt sich Erwin Pfirrmann nach 35-jähriger Tätigkeit als Kassierer und Geschäftsführer für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen Geschäftsführer wird Herbert Schoch und zum Schriftführer Thomas Graf gewählt. Als Beisitzer werden Michael Schloß, Jürgen Weber, Torsten Benneter und Helmut Karl gewählt.

Im Dezember wird Stefan Kuhn von allen vier Feuerwehreinheiten der Stadt Wörth zum Wehrleiter vorgeschlagen. Der bisherige stellvertretende Wehrleiter, Peter Bersch aus Schaidt, bleibt weiterhin in seinem Amt.

 

2000

Am 20. Januar wird Berthold Simon als Wehrleiter der Stadt und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wörth sowie Klaus Bernd Geißler als stellvertretender Wehrführer offiziell verabschiedet. Stefan Kuhn wird zum neuen Wehrleiter der Stadt Wörth und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wörth und Daniel Fuhrmann zum stellvertretenden Wehrführer bestellt.

 

2001

Als Ersatzbeschaffung werden ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) und ein Löschfahrzeug (LF 16/12) an die Wehr übergeben. Das ausgediente LF 16 wird zusammen mit dem TLF 16/25 aus Schaidt von einer Abordnung an die Partnerstadt Drezdenko überführt.

An der Grenze bei Lauterbourg und Scheibenhardt errichtet die Wehr zusammen mit anderen Wehren aus dem Kreis und dem THW eine Dekontaminationsstation wegen der Maul- und Klauenseuche.

 

2002

Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens, ELW 1.

Vom 14. bis 19. August sind 15 Kameraden aus Wörth beim Hochwassereinsatz in Dresden.

Am 29./30. August findet ein „Tag der offenen Tür" anlässlich des 25 Jahre alten Feuerwehrhauses statt.

 

2003

Im September führen die Einheiten der Feuerwehr der Stadt Wörth zusammen mit der Feuerwehr Jockgrim eine Großübung bei der Papierfabrik Palm durch. Insgesamt sind an der Übung 62 Einsatzkräfte und 12 Fahrzeuge beteiligt.

 

2004

Vom 12. bis 13. November nimmt die Wehr an einer großangelegten Hochwasserübung im Landkreis Germersheim teil. Während der 27-stündigen Übung wird im Feuerwehrhaus Wörth der Stab eingerichtet. An verschiedenen Rheinabschnitten werden unterschiedliche Hochwasserlagen angenommen und entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Zum Abschluss der Übung findet im Hafen Maximiliansau eine Vorführung der Bundeswehr zusammen mit dem Bundesgrenzschutz, den Feuerwehren, dem DLRG, dem DRK und dem THW statt.

 

2005

In der Jahreshauptversammlung wird der Antrag auf eine Satzungsänderung gestellt. Hauptpunkt des Antrags ist § 10 „Wahl des Verwaltungsrates". Bei der anschließenden Abstimmung wird mehrheitlich einer Satzungsänderung zugestimmt. Nach neuer Satzung sind nun die Zugführer keine geborenen Mitglieder des Verwaltungsrates mehr. Dafür sind nun sechs statt wie bisher vier Beisitzer zu wählen.

In den örtlichen Turnieren ist die Wehr besonders erfolgreich. So belegt sie beim Stadtschießen wie in den Jahren zuvor den 1. Platz. Beim Sängerwett-streit des Gesangvereins Liederkranz erringt sie unter der Leitung von Matthias Wöschler ebenfalls den 1. Platz. Beim Fußballturnier wird der 2. Platz, beim Hallenfußballturnier und der Radtouristik der 3. Platz belegt.

 

2006

Im Jubiläumsjahr wird ein neues Wechselladerfahrzeug mit Kran (WLF-K) in Dienst gestellt. Mit der Beschaffung des zweiten Wechselladerfahrzeuges werden in den nächsten zwei Jahren weitere Fahrzeuge auf Basis von Abrollbehältern ersetzt.

Am 11./12. Mai sind innerhalb von 24 Stunden sieben Einsätze zu verzeichnen.

Von Januar bis Ende Mai ist die Wehr 82 Mal im Einsatz.

 

Allen, die in diesen 50 Jahren aktiv und pflichtbewusst ihren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Wörth zum Wohle unserer Stadt und deren Bürger versehen haben, gilt an dieser Stelle unser besonderer Dank.

 

Nachtrag: Die Strategie der damaligen Wehrführung, eine Jugendfeuerwehr zu gründen, um die Mannschaft personell aufzustocken, ist aufgegangen. Heute, Jahrzehnte nach Gründung der Jugendfeuerwehr, liegt der Anteil der Kameraden, welche aus der Jugendfeuerwehr kommen, bei etwa 60 %.

von Thomas Graf et al.