Archiv: Aktuelles (3. Quartal 2019)

30.09.2019 - Übung des Gefahrstoffzugs in Wörth

Letzten Freitagabend fand bei uns in Wörth eine gemeinsame Übung der Einheiten des Gefahrstoffzugs des Landkreises Germersheim statt. Durchgeführt wurde diese auf dem Gelände des Hafens in Wörth, genauer gesagt an der dortigen RoRo-Rampe. Mit Hilfe dieser regelmäßigen Übungen soll die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten aus dem gesamten Landkreis auf die Probe gestellt und verbessert werden.

 

Zu Beginn der Übung fuhren die teilnehmenden Einsatzkräfte den Hafen an. Dort verschaffte sich die Einsatzleitung einen Überblick über die Lage vor Ort: Ein LKW verunglückte auf der RoRo-Rampe. Durch einen Zusammenstoß mit einem Lichtmast entstanden Leckagen an einem Tank, aus welchem ein (zu diesem Zeitpunkt) noch unbekannter Gefahrstoff austrat. Zudem war ein Arbeiter in diesen Unfall involviert. Da dieser bewusstlos war, musste er aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Die Abarbeitung der vorliegenden Aufgaben wurde in mehreren Abschnitten durchgeführt: Durch eine gezielte Recherche konnten schnell Daten über die Eigenschaften des austretenden Stoffs ermittelt werden. Diese Informationen helfen bei der Auswahl der geeigneten Schutzausrüstung und dem richtigen Vorgehen zur Beseitigung der vorhandenen Gefahr. Die bewusstlose Person wurde mit Hilfe eines Trupps unter Atemschutz aus der Gefahrenzone gerettet. So konnte sie anschließend dekontaminiert, also grob gereinigt, und danach dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Danach stand die Eindämmung der Gefährdung im Fokus der Kräfte. Bereits ausgelaufene Flüssigkeit sollte nicht bis in das Hafenwasser gelangen. Mit Hilfe von Auffangbehältern konnte zudem ein weiteres unkontrolliertes Austreten des Stoffs verhindert werden. Dadurch wurde Zeit gewonnen, um die Lecks daraufhin geordnet zu schließen. Nach getaner Arbeit wurden die eingesetzten Trupps, die unter Chemikalienschutzanzügen arbeiten mussten, ordentlich dekontaminiert.

 

Im Anschluss an die Übung wurden das Szenario und der Ablauf des Abends mit allen Teilnehmern vor Ort besprochen. Hier konnte insbesondere über die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Teileinheiten des Gefahrstoffzugs des Landkreises berichtet werden. Wir danken allen an der Übung beteiligten Helfern sowie der Contargo Wörth-Karlsruhe GmbH, die uns diesen Abend ermöglicht haben.

23.09.2019 - CSA-Lehrgang in Wörth

An diesem Wochenende fand bei uns in Wörth ein Kreislehrgang aus dem Gefahrstoffbereich statt. Auch Kameraden aus dem Stadtgebiet nahmen daran teil. Ziel war es, die sieben Teilnehmer zum Tragen eines Chemikalienschutzanzuges (CSA) auszubilden. Diese Art der persönlichen Schutzausrüstung kommt bei Einsätzen mit gefährlichen oder unbekannten Stoffen zum Einsatz.

Alle Teilnehmer konnten den Lehrgang in Wörth erfolgreich absolvieren.
Alle Teilnehmer konnten den Lehrgang in Wörth erfolgreich absolvieren.

Von der Theorie...

Ein Feuerwehrlehrgang beginnt normalerweise mit einer theoretischen Ausbildung. Auch ein CSA-Lehrgang weicht davon nicht ab. Am Freitagabend wurden dabei die Grundlagen des Umgangs mit einem solchen Anzug erläutert. Nach der Begrüßung der teilnehmenden Kameraden durch die Kreisausbilder wurden die rechtlichen Voraussetzungen besprochen. Anschließend wurden die Eigenschaften eines CSA in einer anschaulichen Unterrichtseinheit dargeboten. Hier galt es ein Gefühl für die Möglichkeiten, aber auch die Einsatzgrenzen zu bekommen. Denn auch wenn diese Schutzausrüstung einen sehr guten Schutz gegen viele gefährliche Stoffe bietet, so gehen damit auch Nachteile einher: Die Einsatzkraft wird u.a. in ihrer Motorik eingeschränkt und sowohl physisch als auch psychisch belastet. In dieser Extremsituation müssen alle Handgriffe sitzen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Theorieausbildung legte den Grundstein für einen erfolgreichen Lehrgangsabschluss der Teilnehmer.

Der Verschluss erfordert einen zweiten Kameraden zur Unterstützung.
Der Verschluss erfordert einen zweiten Kameraden zur Unterstützung.

...in die Praxis

Der praktische Ausbildungsteil begann am frühen Samstagmorgen. Begonnen wurde mit dem Erlernen des richtigen Anlegens eines CSA. Da der Anzug gasdicht ist, wird zum Atmen ein Atemschutzgerät benötigt, welches im ersten Schritt angelegt wird. Dann wird die Einsatzkraft mit einem Funkgerät ausgestattet und kann anschließend in den Anzug steigen. Da der Reißverschluss zum Schließen des Anzugs lediglich von außen bedient werden kann, ist ein gemeinschaftliches Arbeiten der Feuerwehrleute zwingend notwendig. Nach mehrmaligem Trainieren des An- und Ablegens der Ausrüstung wurde der Lehrgang mit Gewöhnungsübungen fortgesetzt. Da ab diesem Zeitpunkt von einer körperlichen Belastung der Teilnehmer auszugehen war, wurde der Lehrgang von einem Sanitätsdienst begleitet. Des Weiteren wurden Maßnahmen für den Notfall im Einsatz geübt. Neben der Versorgung und Rettung von verunglückten Kameraden kam dabei ebenso der Aufbau einer sogenannten Notdekontamination zur Anwendung. Diese dient dazu, die CSA der im Gefahrenbereich eingesetzten Kräfte nach getaner Arbeit grob reinigen zu können, falls zum Bedarfszeitpunkt noch kein regulärer Dekontaminationsplatz eingerichtet ist.

 

Den Abschluss des Lehrgangs bildeten mehrere Belastungsübungen, bei denen die Teilnehmer die an diesem Wochenende erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen mussten. An einem Übungsbehäter wurden Undichtigkeiten eingerichtet, die versorgt werden mussten. Zunächst galt es, die Ausbreitung der austretenden Flüssigkeit zu unterbinden; der Stoff wurde mit entsprechenden Behältern aufgefangen. Im Anschluss wurden die Leckagen abgedichtet. Danach machten sich die CSA-Trupps auf den Rückweg. Doch bevor sie den Dekontaminationsprozess durchlaufen konnten, mussten sie als zusätzliche Herausforderung noch mit kleinen Schraubverbindungen hantieren. Nach den vorherigen Anstrengungen war dies mit den Handschuhen der schweren Anzüge nicht einfach. Im Anschluss wurde der gesamte Lehrgang besprochen. Wir gratulieren den sieben Kameraden zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Lehrgang.

 

Wir danken unseren Kameraden Andreas Kreußler (Germersheim) und Ronny Pfrengle (Wörth) und ihrem Ausbildungsteam für die Durchführung des Lehrgangs bei uns in Wörth. Ebenso gilt unser Dank Josef Faugel (Germersheim), der mit seinem Sanitätsdienst eine sichere Durchführung des Lehrgangs gewährleistet hatte.

 

22.09.2019 - Lehrgang "Maschinist für Löschfahrzeuge"

An diesem Wochenende nahmen vier unserer Kameraden aus dem Einsatzdienst am Lehrgang für Maschinisten teil. Der fand in Hagenbach statt. Neben einer theoretischen Ausbildung wurde das Wissen ebenso in der praktischen Anwendung an den Einsatzfahrzeugen vermittelt. Ziel war es, die Teilnehmer zur Bedienung von maschinell angetriebenen Einrichtungen, insbesondere den Löschwasserpumpen der Einsatzfahrzeuge, zu befähigen.

Behandelt wurden dabei u.a. die Rechtsgrundlagen, welche ein Maschinist im Feuerwehrwesen kennen muss, um sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten. Bei der Gerätekunde wurden den Teilnehmer die verschiedenen Fahrzeug- und Pumpentypen näher gebracht. Schnittmodelle dienten dabei zur Erläuterung der entsprechenden Funktionsweisen. Bestandteil des Unterrichts waren ebenso die möglichen Maßnahmen zur Bereistellung von Löschwasser, die Besonderheiten einer Wasserförderung über lange Wegstrecken sowie physikalischen Eigenschaften wie bspw. der geodätischen Saughöhe. In der Praxis mussten dann einsatzähnliche Szenarien abgearbeitet werden. Hierbei musste nicht nur die Pumpe bei der Wasserentnahme aus einem Gewässer korrekt bedient werden. Es mussten zusätzlich eingebaute Fehler entdeckt und behoben werden.

 

Wir gratulieren den Kamerade zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Lehrgang. Unser Dank gilt den Kreisausbildern, ohne die eine Ausübung dieses Ehrenamts nicht möglich wäre.

18.08.2019 - Übung: Brandbekämpfung

Letzten Freitag übten wir mit unserem Löschzug eine Brandbekämpfung auf dem Gelände der Grundschule Dammschule in Wörth. Dabei sollte vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Fahrzeugbesatzungen auf die Probe gestellt werden.

 

Es wurde angenommen, dass die Sporthalle der Schule in Flammen stünde. Da sich bei der Erkundung der Lage schnell herausstellte, dass sich im Gebäude keine Personen mehr aufhielten, konnte direkt mit einer Brandbekämpfung von außen begonnen werden. Die Wasserversorgung wurde über das Hydrantennetz sichergestellt. Durch die einge Zusammenarbeit konnten zügig mehrere Strahlrohre am Boden parallel zum Wassereinsatz vom Korb der Drehleiter aus stattfinden.

04.07.2019 - Brandschutzerziehung in den Wörther Kindergärten

Mehrmals im Jahr werden wir von zahlreichen Jungen und Mädchen aus den Wörther Kindergarten und Schulen besucht. Oder aber wir machen uns mit unseren Fahrzeugen auf den Weg und besuchen sie vormittags an ihren Wirkungsstätten, um sie über die wichtigsten Verhaltensweisen im Schadensfall aufzuklären und ihnen die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen. Diese Woche führten wir diese Schulungen an unserem Gerätehaus in der Ahornstraße und an der Kindertagesstätte Louise-Scheppler wieder durch.

Weitere Informationen zu den Unterrichtseinheiten sind auf der Seite

des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) zu finden.

Die Strahlrohre sind vorbereitet - die Kinder können kommen!
Die Strahlrohre sind vorbereitet - die Kinder können kommen!