Archiv: Aktuelles (3. Quartal 2018)

09.09.2018 - Historische Dampflok fasst Wasser im Bahnhof Wörth

Heute stand eine nicht ganz alltägliche Beschäftigung auf dem Plan: Wir betankten eine historische Dampflok, die im Wörther Bahnhof pausierte, mit Wasser.

Die Lokomotive 58 311 der Ulmer Eisenbahnfreunde fuhr von Karlsruhe aus auf Gleis 1 in den Wörther Bahnhof ein. Sie fasste bei uns etwa 10m³ Wasser, um für ihre Rückfahrt und anschließende Rundfahrt in der Region um Karlsruhe ausreichend Reserven dabei zu haben. Um die Weiterfahrt nicht zu gefährden, war eine pünktliche Wasserversorgung notwendig. Die benötigten Schläuche wurden also schon frühzeitig vor dem Eintreffen des historischen Zuges verlegt. Nachdem die im Jahr 1921 erbaute Dampflok betankt war, wurde sie von den Waggons abgekuppelt, wodurch sie nebenan auf Gleis 2 an das andere Ende des Zuges rangieren konnte, um diesen rückwärts wieder über die Rheinbrücke auf die badische Flussseite zu ziehen. Das tat sie dann auch, als das Signal die Weiterfahrt ermöglichte.

07.09.2018 - Übung: Menschenrettung aus Gebäude

Am Mittwochabend führten wir eine praktische Einsatzübung durch. Ziel war es, eine vermisste Person aus einem brennenden Gebäude zu retten und anschließend den Brand zu bekämpfen.

 

Als die Kräfte am Übungsobjekt eintrafen, wurde eine umfassende Erkundung durch den Einsatzleiter durchgeführt. Dadurch konnte die Suche nach der im Gebäude vermissten Person schnell eingeleitet werden. Als diese gefunden und gerettet worden war, konnten sich die Atemschutztrupps an die Brandbekämpfung machen. Da das Gebäude stark verraucht war, musste auch das Feuer zuerst gefunden werden. Nachdem der (fiktive) Brand bekämpft worden war, wurde anschließend das gesamte Gebäude mit Hilfe eines Belüftungsgeräts vom restlichen Kunstnebel befreit.

28.08.2018 - Jahreshauptübung der Feuerwehr der Stadt Wörth am Rhein

Die diesjährige Hauptübung aller Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wörth am Rhein fand letzten Samstag in Schaidt statt. Thema der Übung war ein Gebäudebrand im Bürgerhaus, in welchem mehrere Personen vermisst waren.

Zu Beginn der Übung wurden erst die Kameraden aus Schaidt angefordert, die die Erstmaßnahmen vor Ort einleiteten. Im späteren Verlauf wurden dann die weiteren Teileinheiten aus Büchelberg, Wörth und zum Schluss Maximiliansau herbeigerufen. So konnte das Eintreffen der Einsatzkräfte realistisch dargestellt werden.

 

Ziel der Übung war es, die vermissten Personen aus dem Bürgerhaus zu retten und die Brandbekämpfung gezielt durchzuführen. So wurden mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude geschickt. Von außen wurden die Menschen aus dem Haus mittels Steckleiter gerettet. Zusätzlich wurde die Drehleiter eingesetzt, um eine Person aus dem obersten Stockwerk zu retten.

 

Wir bedanken uns bei unseren Kameraden aus Schaidt, die die Übung in diesem Jahr organisiert hatten und durchführten.

20.08.2018 - Seminar zur lernzielorientierten Ausbildung

Letzten Samstag fand in unserem Gerätehaus ein Seminar für Führungskräfte der Feuerwehr der Stadt Wörth am Rhein statt. Ziel war es, die bekannten Ausbildungsmethoden zu diskutieren und neue kennenzulernen. Diese wurden dann in verschiedenen Kleingruppen praktisch geprobt.

Unser stellvertretender Wehrleiter Böser überreichte Dr. Pulm zum Dank ein kleines Geschenk.
Unser stellvertretender Wehrleiter Böser überreichte Dr. Pulm zum Dank ein kleines Geschenk.

Zu den Aufgaben einer Führungskraft gehören nicht nur feuerwehrtaktische Maßnahmen während eines Einsatzes. Auch die Ausbildung der eigenen Feuerwehrkameraden stellt einen wichtigen Tätigkeitsbereich dar. Um diese so gezielt und effektiv wie möglich zu gestalten, ist es erforderlich, sich mit den entsprechenden Lern- und Lehrinhalten bereits vorab auseinanderzusetzen. Dabei muss ein Ausbilder darauf achten, auf welche Einsatzlagen die Kräfte stoßen können. Hier stellt sich zudem die Frage, welche Fähigkeiten notwendig sind, um diese bewältigen und den Einsatz erfolgreich abzuschließen zu können. Im heutigen Feuerwehralltag geht es schon lange nicht mehr nur um die Menschenrettung durch eine reine Brandbekämpfung. In den vergangenen Jahrzehnten gewannen Einsatzszenarien rund um die Technische Hilfe an enormer Bedeutung. Dementsprechend müssen diese Lagen ausführlich trainiert und möglichst realistisch geübt werden. Die hierzu gängigen theoretischen und praktischen Ausbildungsmethoden wurden während dieses Seminars beleuchtet und kritisch hinterfragt. Es konnte festgestellt werden, dass viele unserer Praktiken durchaus einem modernen Standard entsprechen. Zugleich wurden uns ebenso neue vorgestellt, um die Übungsabenden noch gezielter und ansprechender zu gestalten.

 

Wir bedanken uns bei unserem Referenten Dr. Markus Pulm von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe für das interessante Seminar und die neuen Ideen zur Übungsdurchführung.

12.08.2018 - Gemeinsame Übung mit der Facheinheit Absturzsicherung

Bei der Übung am letzten Freitag wurden zwei Fachbereiche unserer Feuerwehr kombiniert, um ein vielfältiges Szenario zu proben: Neben einem klassischen Brandeinsatz wurde zudem die Gruppe der Absturzsicherung eingesetzt.

Symbolbild Absturzsicherung
Symbolbild Absturzsicherung

Die Übung, welche an der Grundschule Dorschberg in Wörth durchgeführt wurde, bot für die insgesamt 23 Teilnehmer ein realitätsnahes Umfeld. Mittels Alarmierung aufgrund einer ausgelösten Brandmeldeanlage (BMA) wurden die Einsatzkräfte an die Schule geschickt. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter und der Führungskräfte der eingesetzten Fahrzeuge konnten schnell zwei Übungsziele definiert werden: Auf dem Dach des Gebäudekomplexes befand sich eine Person, die sich im Schutzkorb einer Steigleiter verfangen hatte. Sie musste so schonend wie möglich zurück auf den Boden gebracht werden. Weiterhin stieg Rauch aus dem Fenster eines Unterrichtsraumes der Schule auf. Da eine weitere Person in diesem Bereich vermisst worden war, mussten hier zügig erste Maßnahmen zur Menschenrettung durchgeführt werden. Während sich die Angehörigen der Facheinheit Absturzsicherung der Feuerwehr unserer Stadt Wörth am Rhein für die Rettung der verunglückten Person ausrüsteten, konnte bereits ein Trupp unter Atemschutz den verrauchten Bereich betreten. Hierbei wurde bereits nach kurzer Zeit eine Übungspuppe gefunden und aus dem Gefahrenbereich gerettet. Anschließend wurde der Raum vom Kunstnebel befreit und belüftet. Auch die Kameraden auf dem Dach konnten ihr Übungsziel schnell und sicher erreichen: So konnte auch die zweite Person mit vereinten Kräften aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

 

Wir bedanken uns bei allen Ansprechpartnern der Stadtverwaltung, welche uns die Durchführung dieser Übung unkompliziert ermöglicht haben.

31.07.2018 - Jugendfeuerwehr bei Zeltlager in Altlußheim

Am letzten Wochenende fand wieder das Zeltlager der Jugendfeuerwehr Altlußheim statt. Bei der insgesamt 47. Auflage waren in diesem Jahr 328 Teilnehmer aus Feuerwehren von nah und fern vertreten. Wie bereits in den letzten Jahren hatten wir unsere Kameraden aus Maximiliansau dabei.

Traditionell begann das Zeltlager für uns freitags mit dem Aufbau der Zelte. Anschließend konnten wir das sehr warme Wetter beim gemeinsamen Mittagsessen in gemütlicher Atmosphäre genießen. Am Abend wurde das Zeltlager dann offiziell durch die Verantwortlichen vor Ort eröffnet. Da die Jugendfeuerwehr Altlußheim zudem ihr 50-jähriges Bestehen feierten, überreichten wir ihnen zu diesem Anlass ein kleines Präsent. Das Wochenende in Altlußheim bot wie immer viel Spaß und Freude für alle Beteiligten. Besonders die Mitglieder der zahlrichen Jugendfeuerwehren konnten spielerisch ihr Können in mehreren Wettbewerben unter Beweis stellen.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Feuerwehr Altlußheim für die Organisation und die Betreuung durch die Verantwortlichen vor Ort.

25.07.2018 - Übung Waldbrandbekämpfung

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)

Man sieht sie zurzeit täglich in den Medien: Die Waldbrände, die in Griechenland und Schweden toben. Auch bei uns in Deutschland ist die Gefahr von Flächen- und Waldbränden wegen der andauernden hohen Temperaturen in diesen Tagen besonders hoch. Der Deutsche Wetterdienst drückt das mit dem Waldbrand-Gefahrenindex (WBI) aus. Bei anhaltender Trockenheit kann hier mit einem steigen des Index für unsere Region gerechnet werden.

 

Um auf ein solches Szenario vorbereitet zu sein haben wir den gestrigen Übungsabend genutzt und uns mit taktischen Maßnahmen zur Brandbekämpfung in Waldgebieten beschäftigt. Hierzu wurden die Löschmaßnahmen vom AB-Tank aus eingeleitet. Da dieser Wasservorrat jedoch nach ein paar Minuten erschöpft ist, muss rechtzeitig für Nachschub gesorgt werden. Wenn Hydranten zu weit entfernt sind, um diese zuverlässig mit Schläuchen zu erreichen, muss mit weiteren Löschfahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet werden. Diese geben zuerst ihr Wasser an den AB-Tank ab und fahren anschließend einen Hydranten an. Danach transportieren sie das Wasser wieder zum Einsatzort. Dies geschah gestern mit unseren HLF 10/10 und HLF 20/16.

 

Damit solche Brände erst gar nicht entstehen, müssen folgende Hinweise im Wald beachtet werden.

  • Kein Feuer entzünden und nicht rauchen!
  • Keine Glasflaschen liegen lassen! Durch den Brennglaseffekt kann ein Brand entstehen.
  • Autos nicht im Wald abstellen! Ein heißer Auspuff kann trockenes Material entzünden.