Archiv: Aktuelles (1. Quartal 2018)

05.03.2018 - "Der Krebs und die Feuerwehr"

Jan Leutheußer von FeuerKrebs gUG führte uns mit seinem Vortrag durch den Übungsabend
Jan Leutheußer von FeuerKrebs gUG führte uns mit seinem Vortrag durch den Übungsabend

Als Freiwillige Feuerwehr kommen wir in die verschiedensten Einsatzsituationen. Bei unseren Brandeinsätzen treffen wir dabei nicht nur auf die Flammen und den Rauch eines ungewünschten Feuers. Ebenso werden wir mit zahlreichen Brandgasen konfrontiert, gegen die wir uns schützen müssen. Während der Brandbekämpfung tragen unsere Einsatzkräfte im Gefahrenbereich einen umluftunabhängigen Atemschutz. Dadurch sind sie vor den schädlichen Gasen des Brandes geschützt. Doch was passiert, wenn die eingesetzten Kräfte ihre Aufgabe erledigt haben? Können sie gefahrlos ihre Atemschutzmaske abziehen oder müssen sie sich auch außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs schützen? Und was mit den Gerätewarten und Atemschutzgerätewarten, die das gebrauchte Material nach dem Einsatz prüfen? Diese und weitere Themen wurden im Rahmen eines Vortrags zur Einsatzhygiene beleuchtet.

 

Bei Feuerwehrangehörigen kann das Krebsrisiko um ein Vielfaches höher sein als bei der restlichen Bevölkerung. Um dieses zu senken sind viele Maßnahmen zur Einsatzhygiene denkbar. Wenn Einsatzkräfte mit giftigen Gasen zu tun hatten, so ist die Gefahr nach dem Verlassen des Gefahrenbereichs nicht automatisch gebannt. Gerade bei Einsätzen mit Bränden sind viele Stoffe vorhanden, mit denen nicht jeder sofort rechnet. Diese können sich in unserer Einsatzkleidung festsetzen, wodurch eine Gefährdung der Einsatzkräfte auch nach dem eigentlichen Einsatz noch vorhanden ist. Um diese Gefahren zu minimieren, sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Beispielsweise kann es ratsam sein, die Atemschutzmaske nach dem Ablegen des Pressluftatmers weiterhin zu tragen. Zum persönlichen Schutz der Einsatzkraft soll dabei ein entsprechender Atemluftfilter getragen werden. Anschließend kann man die kontaminierte Kleidung im Freien ausgasen lassen. Nachdem der Träger seine Kleidung gewechselt hat, kann diese nun in gasdichten Säcken gesammelt werden. Damit die Gerätewarte die kontaminierte Schutzausrüstung später sicher reinigen und prüfen können, ist es denkbar, dass sie sich ebenfalls bspw. mit Filtergerärten schützen.

 

Wir bedanken uns bei Jan Leutheußer von der FeuerKrebs gUG für den interessanten Vortrag und die vielen Ideen zur Senkung der Gesundheitsgefährdung bei Einsätzen.

29.01.2018 - Jahreshauptversammlung Berichtsjahr 2017

Am 27. Januar 2018 fand unsere Jahreshauptversammlung zum Berichtsjahr 2017 statt. Wieder einmal gab es viel über ein vergangenes Jahr zu berichten. Wehrführer Werner Wöschler begrüßte die anwesenden Kameraden, Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche, den ersten Beigeordneten Klaus Ritter, sowie unseren Wehrleiter Stefan Kuhn und dessen Stellvertreter Jürgen Stephany. Besonders freute ihn, dass traditionell auch sehr viele Mitglieder der kameradschaftlichen Vereinigung, die keinen aktiven Feuerwehrdienst mehr leisten, durch ihre Anwesenheit ihre Verbundenheit zum Ausdruck brachten. Bürgermeister Nitsche dankte allen Angehörigen der Feuerwehr für die geleistete Arbeit im letzten Berichtsjahr.

Wehrführer Wöschler berichtet über die Einsatzstatistik aus den vergangenen Jahren
Wehrführer Wöschler berichtet über die Einsatzstatistik aus den vergangenen Jahren

In seinem Jahresbericht als Wehrführer berichtete er über den Dienstbetrieb, die Ereignisse und Entwicklungen im Berichtsjahr 2017. In diesem wurden 177 Einsätze absolviert. Davon wurden 52 Einsätze als Technische Hilfeleistungen, 40 als Feuer- und Brandeinsätze, 58 als Brandsicherheitswachen und 27 als Fehlalarme gezählt. Im vergangenen Jahr standen 70 Ausbildungstermine im Kalender. Davon waren 41 Ausbildungen unsere regulären Übungsabende und 29 fachspezifische Sonderausbildungen. Zudem wurde die gemeinsame Übung der Feuerwehren der Stadt Wörth am Rhein in diesem Jahr bei uns in Wörth durchgeführt. Die meisten Übungsteilnahmen hatte in diesem Jahr unser Kamerad Ronny Pfrengle. Im Laufe des Jahres wurden insgesamt 3.772 Dienststunden abgehalten, was etwa 43% der Gesamtstunden eines Jahres entspricht. Zum Ende des Jahres bestand unsere Einsatzmannschaft aus 47 Aktiven Feuerwehrkräften. Die Anzahl unserer nicht-aktiven Mitglieder beträgt aktuell 30 Personen. Ein Höhepunkt des Jahres war die Fertigstellung und Übergabe der neuen Fahrzeughalle, die uns seit Ende November zur Verfügung steht. Unser Jugendfeuerwehrwart Michael Simon berichtete in seinem Report über die Ereignisse unserer Jugendfeuerwehr im zurückliegenden Jahr. Im gesamten Jahr konnte die Zahl der Mitglieder konstant bei 8 Jugendlichen gehalten werden. Neben der 35 regulären Übungen, bei denen über 500 Stunden Dienstzeit zustande kamen, wurden auch weitere Veranstaltungen durchgeführt. Ein Highlight war dabei das traditionelle Jugendfeuerwehrzeltlager bei unseren Freunden der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim in Baden-Württemberg. Unser Schriftführer Thomas Graf schaute auf die Veranstaltungen der Kameradschaftlichen Vereinigung zurück. Beispielhaft ist hier unser Feuerwehrfest am 1. Mai zu nennen. Dieses fand aufgrund des schlechten Wetters und der Umbauarbeiten am Gerätehaus in der Bienwaldhalle in Wörth statt.

 

Auch in diesem Jahr konnten wieder viele Beförderungen und Ehrungen durchgeführt werden: Befördert zum Dienstgrad Feuerwehrmann/-frau wurden Julia Meyer, Michelle Wulf, Leon Lauer und Nicolas Thees. Befördert zum Dienstgrad Oberfeuerwehrmann/-frau wurden Vanessa Fried, Franziska Fuhrmann, Michelle Pfirrmann und Nils Diesel. Befördert zum Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann wurde Patrik Ball. Befördert zum Dienstgrad Löschmeister wurde Thorsten Biank. Befördert zum Dienstgrad Brandmeister wurden Philipp Niederer, Lucas Offenbacher, Tobias Pfrengle und Michael Weis. Befördert zum Dienstgrad Hauptbrandmeister wurden Alexander Mieger und Sebastian Schröder. Zu den für langjährige Feuerwehrtätigkeit Geehrten gehörten in diesem Jahr Jan Pfirrmann und Julian Kliche für 10 Jahre, Steffen Reidt und Sebastian Schröder für 20 Jahre, Thorsten Biank und Michael Simon für 25 Jahre. Zudem konnten aus unserer Altersabteilung Werner Herlein und Reimund Sent für 40 Jahre und Rudi Wöschler für 45 Jahre Feuerwehrtätigkeit geehrt werden. Anschließend wurden Philipp Niederer, Lucas Offenbacher, Tobias Pfrengle und Michael Weis als Gruppenführer und Alexander Mieger und Sebastian Schröder als Verbandsführer unserer Feuerwehr bestellt.

v.l.n.r.: Alexander Mieger, Philipp Niederer, Thorsten Biank, Michael Simon, Nils Diesel, Leon Lauer, Michelle Pfirrmann, Vanessa Fried, Franziska Fuhrmann, Tobias Pfrengle, Julian Kliche, Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche, Patrik Ball, Beigeordneter Klaus Ritter, Lucas Offenbacher, Steffen Reidt, Sebastian Schröder, Werner Wöschler, Reimund Sent, Stefan Kuhn

25.01.2018 - Zweites Rheinhochwasser 2018

Zum zweiten Mal war in diesem Jahr eine Dammwache im Stadtgebiet erforderlich. In unserem Areal waren Einsatzkräfte aus der gesamten Stadt Wörth am Rhein aktiv.

Originalmeldung vom 21.01.2018:

Nachdem wir zu Beginn des Jahres bereits einen Hochwassereinsatz absolviert hatten, deuten die aktuellen Prognosen des Rheinpegels auf eine ähnliche Situation hin. Aus den aktuellen Vorhersagen (Stand 01:00 Uhr) geht hervor, dass am Dienstag mit einer neuen Hochwasserlage gerechnet werden muss.

 

Falls sich die Prognosen weiter so entwickeln, werden demnächst die notwendigen Maßnahme getroffen werden. Dazu zählen u.a. die Deichscharten (Durchgänge am Rhein), die geschlossen werden müssen. Bitte entfernen Sie deswegen alle im Hochwasserbereich geparkten Fahrzeuge. Weiterhin würden dann die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden eine erneute Dammwache durchführen. Um Beschädigungen des Deichs zu vermeiden, ist das Befahren der gesamten Anlagen entlang des Rheins verboten. Während eines Hochwassers können starke Strömungen entstehen, bitte meiden Sie die Hochwassergebiete.

 

Wir werden Sie hier und auf unserer Facebookseite weiterhin informieren.

 

Aktualisierung vom 25.01.2018 um 09:00 Uhr:

Da sich der Rheinpegel über Nacht so weit gesenkt hat, dass keine angepannte Lage mehr vorliegt, haben wir um 6 Uhr unsere Dammwache beendet. Der Hochwassereinsatz ist dadurch für uns vorbei.

 

Weitere Meldungen finden Sie beim Einsatzbericht zur zweiten Dammwache 2018.

19.01.2018 - Grundlagen der Wasser- und Eisrettung

An der heutigen Freitagsübung beschäftigten wir uns mit den Grundlagen der Wasser- und Eisrettung. In diesem Winter verhinderten die milden Temperaturen, dass die Wasserflächen im Ortsgebiet nicht ausreichen zufrieren konnten.

Archivfoto: Eisrettung im Badepark Wörth
Archivfoto: Eisrettung im Badepark Wörth

Da es in diesem Jahr bislang nicht über eine längere Zeit ausreichend kalt gewesen war, wurde die Ausbildung in unserer Fahrzeughalle durchgeführt.

 

Wenn uns im Winter das Stichwort "Person im Eis eingebrochen" in einen Einsatz schickt, so zählt jede Sekunde. Es bleibt nicht viel Zeit, um den Verunglückten aus seiner misslichen Lage zu befreien. Aus diesem Grund muss das Vorgehen für ein solches Szenario bekannt und genau einstudiert sein. Es sind wichtige Maßnahmen zur Selbstsicherung erforderlich: Doch bevor ein Feuerwehrangehöriger die Eisfläche betreten kann, sind wichtige Maßnahmen zur Selbstsicherung erforderlich: Neben der persönlichen Ausrüstung wie dem Tragen einer Rettungsweste oder im optimalen Fall eines Wasserrettungsanzugs müssen zudem Einsatzkraft und Material mittels Leinen gesichert werden. Auf dem Eis muss möglichst im Liegen gearbeitet werden, um das Gewicht großflächig zu verteilen. Unterstützen können hier Teile einer Steckleiter, wie wir sie auf den Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen (HLF) haben. Da die Eisfläche sehr glatt und rutschig ist, können Eispickel bei der Fortbewegung helfen. Wenn die verunfallte Person erreicht ist, so muss diese so schonend wie möglich aus dem Wasser befreit, auf das Eis gelegt und ebenso schonend an das sichere Ufer gebracht werden. Dort kann der Rettungsdienst die weiteren Schritte zur Rettung übernehmen.

07.01.2018 - Hochwassereinsatz am Rhein

Wir haben hier die Ereignisse unseres Hochwassereinsatzes vom Wochenende in chronologischer Reihenfolge zusammengefasst.

Archivbild: Hochwasser!
Zahlreiche Feuerwehren entlang des Rheins waren rund um die Uhr im Einsatz

Originalmeldung vom 04.01.2018:

In den letzten Tagen kam es vermehrt zu Niederschlägen und einer andauernden Schneeschmelze im Süden Deutschlands. Dadurch ist mit einer Hochwasserlage in den nächsten Tagen zu rechnen.

Die Vorhersagen sagen zurzeit einen Höchststand des Rheinpegels Maxau bei etwa 8,50m voraus. Dieser soll am Samstag erreicht werden. Aufgrund dieser Lage werden deswegen die notwendigen Maßnahmen getroffen. Heute Mittag werden die Deichscharten (Durchgänge am Rhein) geschlossen. Bitte entfernen Sie deswegen alle im Hochwasserbereich geparkten Fahrzeuge. Weiterhin werden die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden eine Dammwache durchführen. Auch wir werden das Gebiet in unserem Rheinabschnitt überwachen. Zudem wird unser Gerätehaus ab Freitagmittag (für die Zeit des Hochwassers) rund um die Uhr besetzt sein.

Um Beschädigungen des Deichs zu vermeiden, ist das Befahren der gesamten Anlagen entlang des Rheins verboten. Während eines Hochwassers können starke Strömungen entstehen, bitte meiden Sie die Hochwassergebiete.

Wir werden Sie hier und auf unserer Facebookseite weiterhin informieren.

 

Zwischenstand am Abend des 05.01.2018:

Die Prognosen deuten daraufhin, dass der Rheinpegel in der Nach zum Samstag sein Maxmimum erreichen wird. Anschließend ist mit einem stetigen Rückgang des Wasserspiegels unterhalb der für uns Feuerwehren relevanten Grenzwerte zu rechnen.

 

Aktualisierung vom 06.01.2018:

Nachdem der Rheinpegel gegen 6 Uhr heute morgen seinen Höchststand (8,45m) erreicht hatte, fällt er nun wieder. Da es sich jedoch weiterhin um eine Hochwasserlage handelt, werden die Kontrollen der Flussgebiete noch bis zur Entspannung der Lage fortgeführt.

 

Aktualisierung vom 07.01.2018:

Der Rheinpegel ist unter 8m gefallen. Aktuell liegt der Rheinpegel bei 7,90m. Darum haben wir im Stadtgebiet die flächendeckenden Deichkontrollen eingestellt. Der Einsatz ist nun beendet. Es waren zu jeder Zeit immer 9 Feuerwehrkräfte an der Dammwache beteiligt.

 

Hier haben wir noch ein paar Bilder des Hochwassers für Sie:

01.01.2018 - Frohes neues Jahr!

Wir wünschen allen Bürgern ein frohes, erfolgreiches und sicheres neues Jahr 2018!

Ihre Freiwillige Feuerwehr Wörth am Rhein